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- Palliativversorung- Palliativversorgung in den eigenen vier Wänden - Aufbau von ambulanten Palliativ Care Teams in Hamburg
Unheilbar kranke Menschen mit einer begrenzten Lebenserwartung benötigen eine besondere Versorgung und Betreuung. Die meisten wünschen sich, die letzte Zeit in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Bislang stand eine solche ambulante Versorgung durch so genannte Palliativ Care Teams (PCTs) aufgrund schwieriger Abrechnungsmodalitäten aber nicht allen Betroffenen zur Verfügung. In Hamburg haben nun Krankenkassen und PCTs einen Vertrag geschlossen, der diese qualifizierte Betreuung in der Hansestadt sicher stellt. Hamburg ist damit das erste Bundesland, in dem ein solcher Abschluss gelungen ist. Realisiert werden sollen für Hamburg mittelfristig acht Palliativ Care Teams sowie ein Team speziell für die Versorgung von Kindern. Fünf Teams für Erwachsene haben bereits die Arbeit aufgenommen.
Seit April 2007 haben gesetzlich Versicherte gemäß § 37b Sozialgesetzbuch V (SGB V) einen Anspruch auf Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV). Bisher konnten Leistungen der SAPV jedoch nur in Einzelfällen mit den Kostenträgern abgerechnet werden. Nun ist die Grundlage geschaffen, dass sich in Hamburg Pflegedienste, Ärztinnen und Ärzte zu PCTs zusammenschlossen. Diese ermöglichen eine intensive und umfassende Versorgung Schwerstkranker in der vertrauten Umgebung. Die PCTs koordinieren den Versorgungs- und Betreuungsbedarf des Einzelnen, erbringen Leistungen und ziehen bei Bedarf weitere Kräfte, wie zum Beispiel Ehrenamtliche und Physiotherapeuten, hinzu.
- Gesundheitspolitik - Frühjahrsempfang: Birgit Fischer sieht weitere Effizienzreserven im Gesundheitswesen
Rund 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Krankenkassen und Klinikmanagement waren am Donnerstag, den 25. März, zum Frühjahrsempfang des Verbands freigemeinnütziger Krankenhäuser, DIE FREIEN, in den Business Club Hamburg gekommen. Birgit Fischer, Vorstandsvorsitzende der BARMER GEK, forderte angesichts der Diskussion über die künftige Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung, die vorhandenen Einsparpotentiale im Gesundheitswesen noch stärker als bislang zu nutzen. Eine Kopfpauschale mit Sozialausgleich? Der Erhalt des beitragsfinanzierten Systems? Oder gar die Abschaffung des geplanten Gesundheitsfonds? Kaum eine andere Frage bestimmt die gesundheitspolitische Debatte derzeit so sehr wie die künftige Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung.
Birgit Fischer, Vorstandsvorsitzende der BARMER GEK, sprach während des abendlichen Branchentreffens des Verbands DIE FREIEN in der Plangeschen Villa an der Elbchaussee von einer „mitunter schrillen Reformdiskussion“. Die ehemalige nordrhein-westfälische SPD-Gesundheitsministerin betonte, dass die geplante Finanzreform durch die Kopfpauschale die notwendigen Einsparungen auf Seiten der Leistungserbringer vernachlässige. „Perspektivisch muss es um eine bessere Steuerung des Versorgungsgeschehens gehen, um die gesetzliche Krankenversicherung finanziell zu entlasten“, so Fischer weiter. Fischer nannte in diesem Zusammenhang zunächst den Ausbau nachhaltiger Präventionskonzepte. Diese müssten aufgrund der Zunahme hoch betagter Menschen mit mehreren Krankheiten generationsspezifisch zugeschnitten sein. Im Ausbau der sektorenübergreifenden Versorgung lägen weitere Effizienzreserven. Fischer empfahl unter anderem die Entwicklung evidenzbasierter Leitlinien bei Mehrfacherkrankungen und eine stärkere Kooperation zwischen den Leistungserbringern wie Arztpraxen und Krankenhäusern. Zudem sei der Gesetzgeber dringend gefordert, den Krankenkassen neue Partnerschaften mit den Leistungserbringern zu ermöglichen. Nur so könne sich ein Wettbewerb um die beste Versorgung etablieren, der letztlich Ressourcen schone.
Hamburgs Gesundheitssenator Dietrich Wersich (CDU) nahm diese Forderung in seinem anschließenden Statement auf. Auch er unterstütze das Entstehen neuer Partnerschaften zwischen Kassen und Leistungserbringern. Gleichzeitig wies Wersich darauf hin, dass die Vertragsgestaltung zwischen Kassen und Leistungserbringern „nicht über die Köpfe der Patienten hinweg“ geschehen dürfe. Schließlich brauche das Gesundheitswesen keinen Preiswettbewerb, sondern einen Wettbewerb um die beste medizinische Qualität.
Birgit Fischer, Vorstandsvorsitzende der BARMER GEK, sprach während des abendlichen Branchentreffens des Verbands DIE FREIEN in der Plangeschen Villa an der Elbchaussee von einer „mitunter schrillen Reformdiskussion“. Die ehemalige nordrhein-westfälische SPD-Gesundheitsministerin betonte, dass die geplante Finanzreform durch die Kopfpauschale die notwendigen Einsparungen auf Seiten der Leistungserbringer vernachlässige. „Perspektivisch muss es um eine bessere Steuerung des Versorgungsgeschehens gehen, um die gesetzliche Krankenversicherung finanziell zu entlasten“, so Fischer weiter. Fischer nannte in diesem Zusammenhang zunächst den Ausbau nachhaltiger Präventionskonzepte. Diese müssten aufgrund der Zunahme hoch betagter Menschen mit mehreren Krankheiten generationsspezifisch zugeschnitten sein. Im Ausbau der sektorenübergreifenden Versorgung lägen weitere Effizienzreserven. Fischer empfahl unter anderem die Entwicklung evidenzbasierter Leitlinien bei Mehrfacherkrankungen und eine stärkere Kooperation zwischen den Leistungserbringern wie Arztpraxen und Krankenhäusern. Zudem sei der Gesetzgeber dringend gefordert, den Krankenkassen neue Partnerschaften mit den Leistungserbringern zu ermöglichen. Nur so könne sich ein Wettbewerb um die beste Versorgung etablieren, der letztlich Ressourcen schone.
Hamburgs Gesundheitssenator Dietrich Wersich (CDU) nahm diese Forderung in seinem anschließenden Statement auf. Auch er unterstütze das Entstehen neuer Partnerschaften zwischen Kassen und Leistungserbringern. Gleichzeitig wies Wersich darauf hin, dass die Vertragsgestaltung zwischen Kassen und Leistungserbringern „nicht über die Köpfe der Patienten hinweg“ geschehen dürfe. Schließlich brauche das Gesundheitswesen keinen Preiswettbewerb, sondern einen Wettbewerb um die beste medizinische Qualität.